Interkulturelles Lernen
Interkulturelles Lernen
„Interkulturelles Lernen“ (IKL) ist seit Anfang der 1990er Jahre an den allgemein bildenden Schulen als Unterrichtsprinzip verankert.
Das Unterrichtsprinzip hilft allen Beteiligten zu entdecken, dass
- Menschen gleichwertig, aber unterschiedlich sind.
- dass die Identität eines Menschen auch, aber nicht ausschließlich kulturell bedingt ist und dass sie sich im Laufe eines Lebens verändern und weiterentwickeln kann.
- dass es möglich ist, mit Unterschieden zu leben.
- dass man voneinander lernen und trotz unterschiedlicher Lebensumstände einander achten, helfen und in Freundschaft leben kann.
Interkulturelle Arbeit heißt, die
- soziokulturellen Verhältnisse, in denen Kinder und Jugendliche aufwachsen, ständig im Auge zu behalten, aber gleichzeitig die SchülerInnen als Individuen und nicht als „VertreterInnen“ einer bestimmten „Kultur“ zu betrachten und zu behandeln.
- eigene Standpunkte und Sichtweisen zu hinterfragen.
- sich auf Neues einzulassen und mitunter auch von den SchülerInnen zu lernen.
Interkulturelle Arbeit ist ein wesentlicher Beitrag zur Integration.
Integration ist keine „Einbahnstraße“: Sie verlangt von uns allen die Bereitschaft, auf das „Fremde“ in uns und um uns zuzugehen.
(c) 2010 Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur